„Die Suche nach neuen Wegen...“

Jahrelang hat sich die Familie Petsch über das leerstehende und langsam vergammelnde Feriendorf am Heiligenborn Gedanken gemacht, erst im Jahr 2010 klappte endlich die Übernahme. Seitdem hat die Großfamilie das Bergrestaurant und die Ferienhäuser mit sehr viel Eigenarbeit renoviert und mit großem Engagement zu einer „Perle der Region“ (so eine Besucherin) entwickelt.

 

Seit dem Erwachen aus dem Dornröschenschlaf offeriert das Restaurant ein reichhaltiges Angebot an wohlschmeckenden, nachhaltig produzierten Speisen und hervorragenden Weinen. Im Sommer werden Biergarten bzw. Café von zahlreichen Stammgästen und zufälligen Wanderern stark frequentiert. Auch für private Feiern wie Hochzeiten oder Geburtstage - mit Übernachtungen der Gäste - wird das Haus genutzt. Gelegentlich gibt es interessante Musikveranstaltungen auf der kleinen Bühne (etwa von den „Apparatschiks“) und nicht zuletzt haben die Sommerprojekte des KulturWerks („Land Art“) zahlreiche neue Besucher angelockt.

 

Doch in diesem Jahr haben einige Schicksalsschläge in der Familie das Projekt belastet und zurückgeworfen: „Eine Weiterarbeit in diesem Umfang und auf dem bisherigen Niveau sind leider nicht mehr möglich“, bekennt Juniorchef Jonny Petsch. Seine Eltern ziehen sich völlig aus dem Projekt zurück, aber gemeinsam mit seiner Familie plant er neue Wege zur Bewirtschaftung des „Bergrestaurants“. „Aber wir suchen keine neuen Pächter“, betont Petsch, „wir wollen das Anwesen nicht in fremde Hände geben.“

 

Bis zum Jahresende ändert sich trotz veränderter Betriebszeiten nichts. Doch nach dem 26. Dezember, dem letzten Öffnungstag, ist zunächst Schluss mit dem Café- und Restaurantbetrieb. Zukünftig kann die Gaststätte jedoch als Feierhaus gemietet werden - die Bandbreite der Möglichkeiten reicht vom Selbstkochen der Beteiligten bis zur vollständigen Ausrichtung von Familien- und Betriebsfeiern mit bis zu 120 Personen durch das Team des Restaurants. Sogar ein Kulturprogramm mit Musik, Tanz oder Lesungen kann dazu gebucht werden. Weiterhin finden gelegentlich Musikveranstaltungen statt und wenn im Sommer das KulturWerk aktiv ist, wird es ein reduziertes Angebot an Speisen und Getränken im Biergarten und Restaurant geben.

 

 

Seminarräume ermöglichen bereits jetzt Workshops diverser Veranstalter zu unterschiedlichen Themen (etwa Trüffelseminare). Der Heiligenborn ist seit jeher ein besonderer und magischer Ort, passend dazu soll es im neuen Jahr auch Angebote zum Meditieren geben. Schon vor zwei Jahren antworte Jonny Petsch auf die Frage, wie er das Bergrestaurant in zehn Jahren sehe: „Es wird ein Ort der Ruhe werden, an dem man zu sich finden und sich wohlfühlen kann.“ Diese neuen Ziele sind - bis auf das Feierhaus - noch nicht so deutlich sichtbar, das ganze Projekt ist im Fluss.