Kunst & Natur 3

Auch in diesem Jahr werden wir in Hutten das Festival "Kunst & Natur" ausrichten. Zum dritten Mal werden wir und eingeladene Gäste eine Woche lang mit natürlichen Materialien neue Kunstwerke in der Landschaft am Heiligenborn schaffen - oder bereits fertige Arbeiten mitbringen und in die Natur integrieren.

Spektakel und Stille

das dritte Kunst-und-Natur-Festival

des KulturWerks

 

Unweit des Huttener Schwimmbades grüßt Thomas Kippenbergs Betonskulptur „Köpfe“ von der gegenüberliegenden Wiese. Etwas weiter weisen die farbigen Betonstelen Dorle Obländers den Weg über den „Spazierweg der Künste“. Immer noch erinnern die Artefakte der beiden Kulturpreisträger des Main-Kinzig-Kreises und andere Kunstspuren an die Festivals der letzten beiden Jahre.

 

Beim Besuch werkeln die zwei Organisatoren des Festivals, Gerwin von Monkiewitsch und Hannah Wölfel, an neuen, gerade eingetroffenen Kunstschafen herum. Verspielt wie die beiden Kreativen sind, posieren sie sogleich ausgelassen vor der Kamera. Im letzten Jahr symbolisierten blaue, in diesem Jahr pinkfarbene Schafe zusammen mit natürlichen Schafen aus Hutten den Geist des Festivals: Das Natürliche wird mit Künstlichem konfrontiert - ein Ziel, das die KulturWerker erneut verwirklichen wollen.

Neben der Organisationsarbeit sind die beiden auch mit der Planung eigener Werke beschäftigt. Architekt Monkiewitsch will nach seinem „Spiegelbaum“ (2014) und der „Spiegeltreppe“ (2013) erneut ein reflektierendes Objekt der Natur gegenüberstellen. Bildhauerin Hannah Wölfel hatte in den letzten Jahren eher flüchtige, vergängliche Objekte geschaffen, behutsam blau gefärbte „Huttener Felsen“ (2014) oder die „Glaswurzel“ (2013). Beide betonen, dass sie und andere Akteure sich wie immer unmittelbar von der Landschaft inspirieren lassen, in der sie eine Woche lang viel Zeit verbringen. Junge Leute aus dem Schlüchterner „Check In“ wollen für das Wäldchen beim Bergrestaurant eine temporäre Graffiti-Leinwand gestalten.

Am 11. und 12. Juli, dem Ende der Arbeitswoche, werden die entstandenen Objekte den Besuchern präsentiert. Auch andere Akteure, etwa der Klangschalenspieler Lukas Gaul und die Choreografin Monica Opsahl mit der Tanzkompanie ARTODANCE, werden dann Kunstwerke durch Töne und Tanz lebendig machen.

Wie immer wird Hannah Wölfel unterhaltsame und lehrreiche Führungen über den Parcours durchführen. Stille Aktionen, wie die Baummeditation Sabine Dänners oder die Kräuteraktion Helga Links sollen intensive Naturerfahrungen ermöglichen. Das Restaurant mit dem Infostand wird an beiden Tagen durchgehend geöffnet haben.

In den letzten Jahren gab es Hunderte von Besuchern, die bei den Präsentationen dabei waren, doch auch das ganze Jahr über besuchen Spaziergänger, Jogger oder Hundebesitzer den Parcours. Neulich zum Beginn der Festtage „Ab durch die Mitte", als sich die Schlüchterner Ortsteile vorstellten, warben die Huttener mit großen Farbbildern für das Festival in ihrem Ort. „Die Kunst ist in Hutten angekommen und wird gut angenommen“, meint Wölfel dazu.

Das Projekt wird wieder vom Kreis finanziell unterstützt und ist offizieller Teil des Kultursommers 2015 der Kreise Main-Kinzig und Fulda.

Das genaue Programm und weitere Informationen gibt es bei Kulturwerk 2010

 

Fotos und Text Hanswerner Kruse